Filzen ist eine der ältesten handwerklichen Tätigkeiten.
Filz finden wir in asiatischen Kulturen in Form von Teppichen,
Taschen, Bekleidung und auch die Jurten wurden
mit großen Filzdecken bekleidet.
Verfilzt
Verfilzung der Haare, es ist uns allen bekannt. Diese Beobachtung hat wahrscheinlich die Menschen veranlasst auch Tierhaare – von Kamel, Schaf, Hund zu formen.
Wolle besteht aus feinen Fasern, hat ein Schuppenstruktur, wie beim Tannenzapfen. Wenn die Fasern nass werden stellen sich Schuppen auf. Beim Quer-Aufeinander legen der Fasern verhaken sich die Schuppen so, dass beim trocknen eine dauerhafte, feste Verbindung entsteht.
Filz hat wunderbare Eigenschaften:
Filz wärmt, ist schalldämpfend, reguliert die Luftfeuchtigkeit, weist Wasser ab, ist wärmeisolierend, ist flexibel einsetzbar und schwer entflammbar.
Farbe
Naturfilz ist weiß bis beige und auch leicht grau bis schwarz. Früher wurde die Wolle mit pflanzlichen Farbstoffen gefärbt um andere Farben zu erhalten. Heute werden synthetische Farbstoffe auch neben natürlichen Farbstoff verwendet.
Legenden
Einige schöne Legenden gibt es natürlich auch über das Filzen.
~Arche Noah:
Noah hatte für die Tiere Schafwollflocken am Schiff ausgebreitet, dass es die Tiere weich haben. Danach hat er sie auf den Schiff gelassen. Unter den vielen Hufen und der Notdurft verdichteten sich die Wollfasern mit der Zeit. Als sie dann mit dem Schiff am Berg Ararat angekommen sind und alle Tiere von Bord gegangen waren, fand Noah ein fester Filzteppich vor.
~Auf dem Rücken eines Pferdes:
Ein Reiter in der asiatischen Steppe wollte seinem Pferd etwas Gutes tun. So legte er Wollbüschel unter den Sattel, um Druckstellen zu vermeiden. Nach einem langen Ritt unter die heiße Sonne kamen sie durchgeschwitzt zum Ziel. Dort bemerkte der Reiter, dass unter die Sattel eine feste, zusammenhängende Decke entstanden ist. So benutzte er das weiterhin als Schutz.